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Namibia - der Süden
Da wir von Südafrika eingereist sind, haben wir zunächst den Süden des Landes bereist. Begrenzt durch die Namibwüste im Westen und der Kalahariwüste im Osten ist der Süden des Landes geprägt durch offene Weiten und Einsamkeit.  

 

Unterwegs in den Tirasbergen
 

 

Bereits bei unserer ersten Reise durch Namibia waren wir begeistert von der bezaubernden und zugleich rauen Landschaft und Weite in den Tirasbergen. Rote Sanddünen, vom Wind abgeschliffene Felsen und ausgetrocknete Grassteppe bestimmen diese Gegend. Nichts stört das Auge und die Stille ist überwältigend.

Hier haben wir unser Zelt aufgebaut - nur wir, Springböcke, Oryxantilopen, ....

 

 

Farmaufenthalt auf Koiimasis
Eine Reise nach Namibia sollte unbedingt einen Aufenthalt auf einer Farm beinhalten. Wenn man durch dieses trockene Land reist, kann man sich oft nicht vorstellen, wie man hier in der Wüste wirtschaftlich eine Farm betreiben kann.

Koiimasis, eine große Farm in den Tirasbergen war unser Ziel. 16800 (!) ha Land, 8 Wasserstellen, Felsen, in denen jahrtausendealte Felszeichnungen der Buschmänner zu finden sind und sonst nur Steppe und Wüste. Wie die meisten Farmen in dieser Gegend hat Koiimasis verschiedene Standbeine, um so Marktschwankungen besser ausgleichen zu können. Koiimasis hat Ziegen, Rinder, Hühner und Strauße, Pferde, Wild (Springböcke, Kudus, Oryx, welches seit jeher auf dem riesigen Gelände der Farm leben) und darüber hinaus noch eine kleine, aber feine Lodge und einen ebensolchen Campingplatz in herrlicher Lage. 

Wildpferde auf Koiimasis
Nachhaltigen Eindruck hat auf uns die Zähmung und das Einreiten der Wildpferde gemacht. Auf dem Gelände der Farm leben einige Gruppen von Wildpferden. Im Alter von ca. 3 Jahren werden die Hengste eingefangen, gezähmt und zugeritten, um sie als Arbeitspferde für die Farmarbeit einsetzen zu können. 

Die Zähmung der Wildpferde geschieht völlig ohne Gewalt, lediglich durch Körpersprache, die jedoch sehr subtil und für den Betrachter kaum wahrnehmbar ist. Ich habe vor Jahren das Buch von Monty Roberts gelesen, der diese Form der Arbeit mit Pferden beschrieben hat. Nun haben wir erlebt, wie diese Arbeit aussieht - wir waren zutiefst beeindruckt. Mensch und Tier hochkonzentriert und vollkommen fokusiert, alles verläuft in absoluter Ruhe, verbunden mit hohem Respekt und großer Achtsam- und Aufmerksamkeit. Einfach großartig.  

Es ist schon faszinierend, wenn sich ein Tier, welches noch nie Menschenkontakt hatte, nach einigen Tagen der gemeinsamen Arbeit das erstemal, ohne jegliche Anspannung, anfassen lässt.

 

Und da es kaum eine bessere Möglichkeit gibt, das Gelände zu erkunden und sich einen Eindruck von der Arbeit und dem Leben auf der Farm zu verschaffen, haben wir mit Marko, der auf der Farm arbeitet, einen Ausritt unternommen. So haben wir  neben den landschaftlichen Eindrücken auch viel über das Alltagsleben, welches durchweg geprägt ist von den klimatischen Bedingungen, erfahren. 

Denken wir zurück an Koiimasis, dann denken wir auch immer an Katja und Jan, die wir dort kennengelernt haben. Wir hatten zwei Tage viel Spaß miteinander, haben erzählt und gelacht....und wir haben es sehr bedauert, dass die beiden in die andere Richtung weitergereist sind. 

Liebe Katja, lieber Jan, wir freuen uns darauf, Euch in Deutschland wieder zu sehen. 

 
Kolmanskop
Kolmanskop, die ehemalige Diamantenmetropole in der Wüste hat uns schon vor 10 Jahren begeistert. Dieses mal haben wir eine Führung mitgemacht und diese hat uns die (deutsche) Geschichte dieser Stadt sehr lebendig vor Augen geführt. 
1908 fand ein Bahnarbeiter beim Bau der Eisenbahnlinie, die durch die Wüste führte, im Sand einen Stein, welcher als Diamant identifiziert wurde. Was nun folgte war ein frenetischer Diamantenrausch. Die Stadt Kolmanskop wurde gegründet und war kurze Zeit später mit allen Annehmlichkeiten einer europäischen Großstadt jener Zeit ausgestattet. Die modernste Klinik im ganzen Land,  Ballsaal, Turnhalle, Kegelbahn, Straßenbahn  und mitten in der Wüste ein Schwimmbad und ein Eishaus. Viele junge Männer aus Deutschland sind zu jener Zeit nach Namibia gereist, um dort zu Geld zu kommen. Es war eine harte Arbeit in den Diamantenfeldern, aber zugleich auch eine gut bezahlte und sicherte somit einen Lebensstandard, der weit über dem damals Gewohnten lag.  

Das ehemalige Schwimmbad in Kolmanskop. Das Wasser wurde aus dem 12 km entfernten Atlantik hergepumpt.

Als Deutschland nach dem 1. Weltkrieg alle Kolonien abgeben musste, fiel Namibia unter die Verwaltung von Südafrika (die Diamentenfelder sind nach wie vor unter südafrikanischem Mehrheitsbesitz). Die deutsche Bevölkerung jedoch ist geblieben und prägte nach wie vor das Leben mit deutschem Kulturgut und Brauchtum. Wir konnten Einsicht in die Bestelllisten des Gemischtwarenladens der 20 er Jahre nehmen. Dort fanden sich für uns erstaunliche Bestellungen wie: 12 Gläser Weichselkirschen, 2 Dutzend Gläser Spreewaldgurken,  20 Flaschen Kölnisch Wasser, 6 Rollen schwarzes Stopfgarn, 25 Tuben Senf,  ..... Alles, wirklich alles, vom Bleistift bis zur Damenfeinstrumpfhose wurde aus Deutschland importiert. 

So schnell der Aufstieg der Stadt, so schnell kam auch das Ende. Als weiter im Süden, an der Mündung des Oranje,  größere Diamanten gefunden wurden, wurde Kolmanskop verlassen. 1955 zog der letzte Einwohner weg und die Stadt wurde der Wüste preisgegeben.

Die Häuser verfallen nach und nach und die Wüste erobert sich diese Stadt zurück. 

Wir finden Kolmanskop äußerst fotogen. Vor allem die "Dünen" in den Ruinen und das Spiel von Licht und Schatten haben es uns angetan. 

In der ehemaligen Turnhalle standen noch Turngeräte aus den 20er - 40er-Jahren. Reuter-Brett, Pferd, Bock und Barren. Nach einem kurzen Test, ob die Holme noch stabil und tragfähig sind, schwang sich Thomas in den Oberarmstand - ganz der Sportlehrer halt. 

 
Sossusvlei
Die Nr.1 der Touristendestination in Namibia sind die Dünen um den Sossusvlei. 32000 qkm Sand, bis zu 325 m hohe Sanddünen und zugleich das älteste und trockenste Ökosystem der Erde. Und dabei ist diese Landschaft im permanenten Wandel: Der Wind verändert kontinuierlich die Formen der Dünen und der Lauf der Sonne lässt diese in allen Gelb- und Rottönen leuchten. Dieser Ort ist immer wieder eine Reise wert.

Obwohl Sossusvlei ein viel besuchter Ort ist, hat man dennoch das Gefühl von Isolation und Stille. Die wenigsten Menschen laufen die Dünen hoch - und so waren wir dort für uns und haben die Aussicht von der höchsten Düne, die Stille und den Wind genossen.

Der Aufstieg auf die Dünen ist mitunter beschwerlich - aber die Düne hinunterlaufen ist einfach super - es ist wie auf Wolken laufen und Lebensfreude pur.

Von Sossusvlei haben wir eine kleine Wanderung zum Dead Vlei gemacht. Hier stehen unzählige abgestorbene Kameldornbäume und verleihen der Szenerie einen etwas morbiden Charakter. Aber nichts desto trotz - besonders am frühen Morgen und am späten Nachmittag, wenn die Schatten lang sind, ist Dead Vlei ein äußerst fotogener Ort. 

 
Weihnachten haben wir auf dem Gelände einer Farm am Rande der Kalahari-Wüste verbracht. Es war vielleicht nicht weihnachtlich im gewöhnlichen Sinne, aber die roten Sanddünen der Kalahari, die Weite der Landschaft und der Himmel in der Nacht sind Dinge, die einem die Freude des Weihnachtsfestes auf ganz andere Art vermittelt. 

 

 

 
 

 

In vielen Gebieten Namibias, auch auf Farmgelände,  leben wilde Leoparden und Geparde. Diese sind von den Farmern natürlich nicht gerne gesehen, da sie Kälber, Fohlen und Lämmer reißen. Nachdem man sie über Jahrzehnte hinweg abgeschossen hat, gehen manche Farmer dazu über, diese einzufangen und in riesigen Gehegen auf dem Farmgelände zu halten, wo sie gefüttert werden und wo man sie aus relativ großer Nähe anschauen kann.

Wenn Tiere gefangen gehalten werden, weil sie Nutztiere reißen und somit wirtschaftlichen Schaden anrichten, habe ich dafür Verständnis. Werden aber z. B. Geparden gezüchtet, um sie als Haustiere oder halbzahm in großen Gehegen zu halten, dann bin ich da etwas ambivalent.