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Afrika - Rueckblick

 

 

 

Namibia - der Norden
 

 

Namibias Norden zeichnet teilweise ein ganz anderes Bild als der Süden. Die Landschaften sind kontrastreich  und reichen von der Felsenwüste im Kaokofeld über die Savannen- und Steppenlandschaft des Etosha-Nationalparks mit seinen ausgetrockneten Salzpfannen, bis zum Caprivistreifen, der mit seinen seerosenbewachsenen Wasserwegen so ganz anders wirkt, wie das restliche Namibia.

Uns ist die Zeit davongelaufen und so mussten wir den geplanten Besuch im Kaokofeld streichen. Auch den Caprivistreifen haben wir uns für einen nächsten Besuch in Namibia aufgespart.

 

 

 

 

Etosha-Nationalpark
Der Etosha-Nationalpark ist einer der größten Nationalparks in Afrika. Der Park erstreckt sich rings um die große Etoshapfanne, die dem Park den Namen gab und ist mit seiner reichen Tierwelt ein unbedingtes Muss.

Leider hat es während unserer Zeit im Etosha-Nationalpark jeden Tag am Abend geregnet, was dazu führte, dass die Wasserstellen meist wie ausgestorben waren. Dennoch haben wir unzählige Kudus, Oryxantiopen, Giraffen, Zebras, Impalas, Springböcke, Kuhantilopen, Gnus, Schakale und natürlich jedem Menge Vögel gesehen.

Und da im Dezember Impalas, Gnus, Springböcke und Zebras ihre Jungen zur Welt bringen, sind natürlich auch Raubtiere wie Schakale, Löwen, Geparden und Leoparden (die wir nicht gesehen haben) nicht weit.

Obwohl der Etosha-Nationalpark eine große Population von Elefanten und Nashörner aufweist, bekamen wir diese nicht zu Gesicht - dafür aber eine Schildkröte  und eine Python, die sich am Morgen in der Sonne aufwärmte (beide sieht man echt selten).

 

 

 

 

 

Brandberg
Der Brandberg ist nicht nur Namibias höchstes Bergmassiv, die Gegend um den Brandberg  ist zugleich auch Afrikas größte Freiluft-Kunstgalerie. Mehr als 44.000 verschiedene Felsgravuren - und zeichnungen sind bislang entdeckt und katalogisiert worden.

 

Für uns war es die Übernachtung am Fuße des Brandbergs, die uns tief in Erinnerung bleiben wird. Da wir die Gegend so schön fanden, sind wir einfach ein Stück von der Straße abgefahren und haben "in the middle of nothing" das Zelt aufgebaut. Und am Abend, als die Sonne unterging, haben wir verstanden, woher der Brandberg seinen Namen hat.
Der Berg leuchtete in tiefem Rot und schien zu brennen,  die Stimmung war friedlich und fast meditativ. Und wieder war da die Stille, die nicht von dieser Welt zu sein schien. 

 

In der Nähe des Brandbergs liegt Twyfelfontain. Auf diesem ehemaligen Farmgelände und mittlerweile UNESCO - Weltkulturerbe kann man unzählige Felszeichnungen und Felsgravuren bestaunen. Diese sind teilweise  über 2000 Jahre alt und lassen das Alltagsleben als auch die spirituelle Welt der Buschmänner lebendig werden. Besonders überrascht hat uns, dass die nomadisierenden Buschmännern, die in der Wüste lebten, bereits Seehunde kannten. Dies lässt darauf schließen, dass sie den weiten Weg zur Küste zurücklegten. 
Nicht nur die Felszeichnungen haben uns beeindruckt - auch die vom Wind geschaffenen Felsformationen. Immer wieder sind wir erstaunt, was die Natur alles zu schaffen vermag.

In dieser steinigen Gegend gibt es nicht nur Felsen sondern auch Tiere, die sich hier hervorragend angepasst haben. Lange haben wir Fels-Agamas beobachtet....

 

 

 

 

 

 

 

 

Fels-Agama (weiblich)

Fels-Agama (männlich)

 

 

 
 

 

Auf der Fahrt vom Etosha Nationalpark zurück in den Süden das Landes übernachteten wir auf dem Gelände einer Farm. Am Morgen, als wir uns von den Farmleuten verabschieden wollten, stieg ich aus dem Auto und es kam eine Giraffe direkt auf mich zu. Sitzt man im Auto und neben einem steht eine Giraffe, fühlt man sich ziemlich sicher - aber wenn so ganz ohne Schutz eine 3,5 m große Giraffe auf einen zuläuft und dabei noch ziemlich interessiert schaut, dann fühlt man sich doch etwas beklommen. Wir vermuten, dass diese Giraffe eine Handaufzucht und somit zahm war und lediglich ihre Streicheleinheiten abholen wollte. Man muss es nur wissen....

....gleich steigt sie ein...
Wenn ich heute an Namibia zurückdenke (wir sind mittlerweile in Buenos Aires) dann wird mir mitunter schmerzlich bewusst, wie sehr ich die Stille des Landes und vor allem auch den großartigen Sternenhimmel in der Nacht vermisse. Namibia lässt einen aufatmen, zur Ruhe kommen und ist ein Labsal für die Seele. Wir sind bestimmt nicht das letzte Mal dort gewesen.