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SA - Kapstadt u. Halbinsel
SA - Western Cape  22.11. - 27.11.2009
Für viele Reisende steht im Western Cape die Garden Route im Vordergrund. Dieses idyllische Fleckchen Erde zwischen Storm River Mouth und Mossel Bay  mit seinen grünen Wäldern, sanften Hügeln, Flussläufen und der schöne Küste ist wirklich sehenswert. Zur Hauptsaison die Topdestination in Südafrika, nun in der Nebensaison eher beschaulich. 

Wir haben die touristischen Infrastruktur natürlich gerne genutzt. An der Waterfront in Knysna haben wir fein gespeist, sind durch die noblem Läden gebummelt, im Café gesessen, lecker Cappuccino und Kuchen gegessen, dabei mit Freunden über Skype telefoniert, in Plattenberg am Strand entlang geschlendert, schön gewohnt und die Zeit genossen. 

Die Weingüter im Inland haben wir ausgelassen - wir haben die Küste vorgezogen. Man kann halt (selbst in 10 Monaten) nicht alles machen. 

Robberg Island
Nahe der Stadt Plettenberg liegt das Natur- und Marineschutzgebiet Robberg Island. Sowohl aus ökologischer als auch aus historischer Sicht ist diese Halbinsel bemerkenswert. Aus ökologischer Sicht sind es die Vorkommen einiger seltener Pflanzen- und Tierarten, wie u.a. der kleinsten Antilopenart auf dem afrikanischen Kontinent, dem blue duiker. Aus historischer Sicht sind es die Höhlen auf der Insel, in denen man 3000 - 4000 Jahre alte Felszeichnungen gefunden hat. 

Hier haben wir eine ausgesprochen schöne Wanderung gemacht, die uns fantastische Ausblicke beschert hat, uns über einsame Strände führte, über Klippen klettern ließ und uns Seehunde und kelp gulls (eine Möwenart, deren dt. Namen wir nicht wissen), Kormorane und den schwarzen afrikanischen Austernfischer (die am meisten bedrohte Vogelart in Südafrika) beobachten ließ. 

 
Wale, Wale, Wale....
"Hermanus - "best land-based Whale Watching in the world" so lautet die Überschrift über dem Touri-Infoheft der Stadt Hermanus. Und nachdem wir nun dort waren, können wir dies bestätigen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen Ort gibt, wo man sie noch näher am Ufer ruhen und schwimmen sehen kann.

Nachdem wir bereits in Hawaii und in Neuseeland Buckelwale  gesehen haben, ist hier der Südliche Glattwal  die Hauptattraktion. Auf englisch heißen sie "Southern Right Whale" und das aus sehr niedrigen Beweggründen. Für die Walfänger des vergangenen Jahrhunderts waren diese die "richtigen" Wale zum Jagen: Noch größer als Buckelwale, reich an Öl und Barten und wenn Sie tot sind, treiben sie an der Wasseroberfläche, was für die Walfänger natürlich praktisch war.

Nachdem die Wale zu Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20.ten Jahrhunderts exzessiv gejagt wurden waren sie in den 30er Jahren nahezu ausgestorben. Seit 1935 sind sie nun komplett geschützt und die Population ist auf über 5000 Tiere angewachsen.

Mutter mit Kalb

Im Juni kommen die Wale aus ihren Futtergründen in der Antarktis um hier in den wärmeren Gewässern ihre Jungen zu gebären. Diese wiegen bei der Geburt bereits eine Tonne und nehmen täglich ca. 600 l äußerst fetthaltige Milch zu sich, wodurch sie schnell an Gewicht zunehmen und wachsen.  Im November machen sich die Tiere wieder auf den Weg zu den grillhaltigen antarktischen Gewässern.
Es ist wirklich unglaublich, wie nah sie der felsigen Küste kommen. Kilometerlang sind wir der Küste entlanggelaufen und haben sicher 15 Wale gesehen, meist Weibchen mit ihren Kälbern. Wir saßen auf den Felsen entlang der Küste und 20 m vor uns im Wasser zogen die Wale vorbei. Wir waren völlig begeistert.
 
Und darüber hinaus ...
 

  • ... waren wir mit dem Seekajaks auf dem rauen Ozean unterwegs. Wir wollten Wale, Delfine und Seehunde sehen - leider haben wir weder Delfine noch Wale gesehen, dafür aber einen Seehund, der und ein Stück begleitet hat.  Bevor es überhaupt los geht, muss man erst mal die  Brandungswellen bewältigen. Das ist uns auch recht gut gelungen. Auf dem Weg zurück haben uns eben diese Brandungswellen jedoch eine wenig elegante Kenterung und damit ein Bad in 15 °C kaltem Wasser beschert. War echt saukalt und Thomas´ Sonnenbrille ist dabei verloren gegangen....nun ja, Verluste sind einkalkuliert. 
  • ... haben wir einen Besuch bei einer Auffang- und Auswilderungsstation für afrikanische Katzen und Vögel gemacht, Hier werden kranke Wildtiere medizinisch versorgt und nach ihrer Genesung wieder ausgewildert, oder sollte dies nicht mehr möglich sein, in möglichst artgerechter Form weiter gehalten. Die Station finanziert sich durch Spendengelder und Eintrittsgelder der Besucher. Hier haben wir dann auch mal die Katzen gesehen, die man in der Wildnis nie sieht, weil sie entweder so gut wie ausgestorben oder nachtaktiv sind - nämlich Carakale, Servale und afrikanische Wildkatzen (die letztendlich aussehen wie normale getigerte Hauskatzen). Zweifellos hatte das Ganze etwas Zoocharakter - aber es war dennoch lohnenswert, weil es viele Informationen über Art, Lebensweise, Gefährdungsmomente,...gab. 

Caracal 

Serval

Gepard