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Argentiniens Nordwesten
 

 

In der Hoffnung auf mehr ""Südamerikafeeling" als während unseres bisherigen Aufenthalts in Argentinien und Chile sind wir zügig nach Norden gereist. Dort soll  das Leben noch traditioneller und weit weniger europäisch sein. 

Und so sind wir in einer fast 19-stündigen Fahrt in einem auf Kühlschranktemperatur heruntergekühlten Bus über Mendoza (die Stadt war ok.,aber nichts besonderes) und dann weitere 7 Std. (ebenfalls in einem kalten Bus) in den kleinen Ort San Agustin Valle Fertil gefahren.

Valle Fertil ist wirklich ein Nest, aber ein guter Ausgangspunkt für Besuche in den nahegelegenen National- bzw. Provinzparks. 

 

Wir haben uns dort sehr wohlgefühlt. Zum einen weil wir eine wunderschöne, heimelige Unterkunft bei Mario und Marissa fanden, wo wir uns wie zu Hause gefühlt haben.

Und zum anderen, weil wir dort Francoise und Jean-Marie aus Frankreich, ebenfalls Langzeittraveller,  kennen gelernt haben. Wir sind im Garten gesessen und haben zusammen Rummy gespielt, sind abends zusammen in den Kneipen des Dorfes gesessen und hatten einfach eine schöne Zeit miteinander.   

Wer immer in diesen Ort kommt: Cerro de Valle  Hotel Rustico - klein und persönlich (nur 5 Zimmer) gemütlich, gepflegt, großer Garten mit Pool und das alles in der Hand von herzlichen, hilfsbereiten Menschen, denen es wirklich ein Herzensanliegen ist, dass ihre Gäste sich wohl fühlen. 

 

 

Parque Provincial Ischigualasto
 

 

Ischigualasto ist ein Wüstental zwischen zwei Gebirgszügen und bedeutet in der Sprache der hiesigen Bevölkerung soviel wie "Land ohne Leben". Diese Gegend  ist zweifellos  unwirtlich und oed, und der Ausdruck Valle de la Luna (Tal des Mondes) scheint überaus passend und stimmig. Gleichfalls ist dieser Provinzpark jedoch auch eine Welt surrealer Felsformationen und eine Farbpalette der Natur. 

Dieser Park ist auch die Fundstätte von unzähligen Dinosaurierknochen und fossilen Pflanzen, deren Alter bis 180 Millionen Jahre zurückreicht. 

Fossile Farne Ausstellungsstück im Museum Fossilles Holz

 

Für uns waren es nicht die Dinosaurierknochen, sondern die bizzaren Gesteinsformationen und die Farben der Gesteinsschichten, die einen Besuch dort so lohnenswert machten.   

 

 

 

 

Am meisten hat mich Cancha des Bochas beeindruckt. Ein Feld voller runder Steinkugeln - als ob jemand ausgediente Bowlingkugeln in der Wüste entsorgt hätte.

 

 

 

 
Parque National Talampaya und El Chiflon
In Valle Fertil haben wir uns einen Fahrer organisiert und sind zum Parque National Talampaya gefahren. Talampaya, was in der Quechua-Sprache soviel wie "ausgetrockneter Tala-Fluss" bedeutet, ist das Ergebnis großer Wasserbewegung vor Millionen von Jahren, die einen Canyon geschaffen haben, dessen 150 m hohe senkrechte Wände tatsächlich wie von Menschenhand geschaffen wirken. Akkurate und fein abgeschliffene Bereiche wechseln sich ab mit runden Felsenkaminen und filligranen Felsentürmen. Man mag kaum glauben, dass dies nicht der Hand eines guten Handwerkers entsprungen ist. 

Unterwegs zum Nationalpark

 

 

 

 

 

Der Fluss ist seit tausenden von Jahren ausgetrocknet - nun wirken die erosiven Kräfte des Windes und formen spektakuläre Felsformationen, die die Phantasie anregen und Menschen, Tiere und Gegenstände erahnen lassen. Gerne hätten wir uns länger in diesem Gebiet aufgehalten - aber der Zutritt zu diesem Nationalpark ist nur mit einer offiziellen Tour möglich und so hat man leider nicht die Möglichkeit, diesen Park auf eigene Faust zu erkunden. 

 

 

Von Talampaya ging´s weiter nach El Chiflon. Ein mächtiges Felsmassiv, welches uns immer wieder an eine Kathedrale erinnert hat. 

 

 

 

Dort waren es neben den Gesteins- und Felsformationen auch die Vegetation, die uns gefallen hat. In dieser Halbwüste gedeihen verschiedene Kakteen und Sukkulenten. Besonders gefallen haben uns die großen Kandelaber-Kakteen, die so aussehen, wie sie heißen. Bedenkt man, dass diese nur ca. 1-3 cm pro Jahr wachsen, dann kann man sich vorstellen, wir alt sie teilweise sind. 

 

 

 
Erdbeben in Chile
 

Während unseres Aufenthaltes in San Agustin Valle Fertil haben wir vom Erdbeben in Chile erfahren und erst Tage später die Ausmaße dieser Katastrophe begriffen. Wir hatten tatsächlich überlegt, ob wir in Chile bleiben und in Valparaiso Emma, die Freundin unserer Freundin Beate, zu der wir auch schon Kontakt aufgenommen hatten, besuchen. Aber weil uns die Zeit davon läuft und wir noch so viel vorhaben, haben wir uns dagegen entschieden.  Sei es nun Fügung, Führung oder Intuition - wir sind froh und dankbar, dass wir uns entschieden haben, nicht in Chile zu bleiben - wir hätten das Erdbeben sonst live miterlebt. 

 

 

 
Salta
 

 

Eine Nachtfahrt mit dem Bus brachte uns nach weiteren 19 Std. nach Salta. Die größte Stadt im Norden des Landes und zugleich die Stadt, in der das koloniale Erbe Spaniens (für uns) am deutlichsten sichtbar wurde. Gleichfalls war es die Stadt, in der wir erstmals das Gefühl von "Südamerika" hatten, weil die Bevölkerung hier mehrheitlich indigener Abstammung ist. 
 

 

 

Wie immer nutzten wir die Infrastruktur der Stadt um das Notwendige zu erledigen und genossen mal wieder gepflegte Atmosphäre und guten Service in netten Restaurants mit leckerem Essen. Thomas nutzte die Gelegenheit, nochmals dicke, saftige Rinderfilets zu essen, bevor wir in wenigen Tagen Argentinien verlassen werden. 

Ansonsten haben wir uns treiben lassen. Wir sind auf der Plaza gesessen und haben dem lebhaften Treiben zugeschaut, sind durch die Straßen gebummelt und haben das Archäologische Museum besucht. 

 

 

 

Archäologisches Museum in Salta
 

Ein unbedingtes Muss während eines Aufenthalts in Salta ist das Museo de Arqueologia de Alta Montana (MAAM). Eine ausgesprochen schöne und interessante Ausstellung fokusiert die Inka-Kultur und ganz besonders die den Göttern geweihten Kinder, deren Mumien man in den Hochanden gefunden hat.  

Vor Jahren habe ich im National Geografic Magazin den Bericht über die Expedition auf den 6739m hohen Vulkan Llullailarca gelesen und die unglaublichen Bilder über die Bergung dreier besterhaltenster Kindermumien bestaunt. Nun hatten wir die Gelegenheit, eine der Mumien und die fein gearbeiteten Grabbeigaben zu sehen. Die Kälte, der niedere Luftdruck, der Mangel an Sauerstoff und Bakterien hat die Mumien fast perfekt erhalten und die Grabbeigaben leuchten heute noch in wunderschönen Farben, als seien sie eben erst produziert worden.

Diese Ausstellung ist ein faszinierender Einblick in die Kultur und Religion der Inkas und war für uns eine gute Vorbereitung auf die weitere Reise durch Bolivien und Peru.

Bilder können wir keine beifügen, weil es im Museum verboten ist zu fotografieren. 

 

 

Purmamarca
 

 

Der kleine Ort Purmamarca im Quebrada de Humahuaca war für uns die letzte Station in Argentinien, bevor wir nach Chile weitergereist sind. Thomas hat Bilder von diesem Tal gesehen und wollte unbedingt hin. Ich war eher skeptisch, ob es sich wirklich lohnt, wegen ein paar farbigen Felsen dorthin zu reisen. Aber es hat sich gelohnt.

Die harsche aber leuchtende Landschaft dieses Tales und vor allem die das Tal begrenzenden Berghänge enthüllen ein Farbenspektrum, das fotogen und pituresk ist. Die Farben in diesem als Unesco-Weltkulturerbe gelisteten Tales reichen von cremigem Weiß bis hin zu tiefen Rot.

Und hier hatten wir das erste Mal das Gefühl, in Südamerika "angekommen" zu sein. Die kleinen staubigen Dörfer des Tales, die gesamte Szenerie und die Atmosphäre waren nun wirklich nicht mehr europäisch zu nennen.