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Buenos Aires, 1. Teil

 

South African Airways brachte uns in einem Direktflug  über den großen Teich nach Buenos Aires. Die Maschine war nicht mal 1/3 voll, so hatten wir jeweils eine 4-er Sitzreihe für uns allein und der 11 1/2 Std. Flug verging mit Lesen, Schlafen und dem Bearbeiter der Namibia-Seiten für die Homepage recht schnell.

Und mit diesem Flug beginnt der 2. Teil unseres Sabbatjahres in dem wir einen für uns neuen Kontinent kennen lernen werden. 

 

 

 
 

 

Bereits in Afrika hatten wir unseren Aufenthalt in Buenos Aires organisiert. Die Sprachschule war gebucht und diese hatte uns ein  Homestay organisiert. Wir hatten uns nach reichlicher Überlegung für diese Form der Unterkunft entschieden, weil wir uns dadurch den Kontakt zu einer einheimischen Familie und ein schnelleres Fortschreiten unserer Spanischkenntnisse erhofft hatten.
Um es kurz zu machen: Wir haben es nur eine Woche dort ausgehalten.

Die Wohnung lag an einer 8-spurigen Straße, an der Tag und Nacht der irrsinnige Verkehr der Stadt durchrauschte. Es war unglaublich laut, die Fenster schlossen nicht richtig und ein Gespräch in normaler Lautstärke war nicht möglich - wir haben uns meist mit sehr erhobener Stimme unterhalten. Für uns, die wir aus der Stille Namibias kamen, war das das absolute Kontrastprogramm.

Auch hätte das Zimmer dringend einen neuen Anstrich benötigt - die Wände waren grau, alles war sehr beengt, die Luft im Zimmer immer stickig,.....kurzum - nach einer weiteren schlechten Nacht haben wir spontan entschieden umzuziehen.

Durch Internetrecherche hatten wir innerhalb weniger Stunden ein schönes Appartement in einem ruhigen, aber doch sehr zentralen Stadtteil voller Cafés, Restaurants und all der für notwendigen Infrastruktur gefunden. (www.byt-argentinia.com)

Dort haben wir uns dann sehr wohlgefühlt und konnten die Zeit in dieser riesigen, umtriebigen Stadt deutlich entspannter genießen.

 

 
 

 

Spanischunterricht
Um während unserer fast 5-monatigen Reise durch Südamerika zumindest ein wenig mit der einheimischen Bevölkerung kommunizieren zu können, haben wir beschlossen, die ersten drei Wochen eine Spanischschule zu besuchen. Und so waren die Wochen in Buenos Aires hauptsächlich geprägt durch den Besuch der Spanischschule. Es hat (meistens) Spaß gemacht.

Unsere "Klassenkameraden" in der Schule: Linda aus New York und Tanya und Michael aus Zürich

So sind wir jeden Morgen mit dem Bus zu Schule gefahren, hatten 4 Std. Unterricht und am Nachmittag brüteten wir über den Hausaufgaben. Das Tempo im Unterricht war unglaublich schnell. Jeden Tag zig neue Verben, hunderte neuer Vokabeln, neue Grammatik. Uns hätten einige Wiederholungen zur Vertiefung des Lerninhalte gut getan. Nun denn, es wird sich zeigen, ob wir uns mit unseren Spanischkenntnissen durchschlagen können. Für einen small-talk mit Taxifahrer, Verkäuferin in der Bäckerei, Busfahrer und Kellner im Café reicht es auf alle Fälle. Diese Tage habe ich sogar schon mal telefonisch ein Zimmer reserviert.

Wir waren so eine nette Gruppe, dass wir natürlich nicht nur gemeinsam Spanisch gelernt haben. Wir sind gemeinsam Essen gegangen, haben die Stadt erkundet, sind ins Museum, waren im Theater,..... Wir beide haben es sehr genossen, mal für einige Zeit in Gesellschaft zu sein. 

 

Buenos Aires ist auch bekannt für seine gute Küche - für Thomas waren es die dicken argentinischen Steaks und für mich die leckeren Sorrentinos, die argentinische Form der schwäbischen Maultaschen, und andere Nudelgerichte, die den italienischen Einwanderern zu verdanken sind.  Und nicht zu vergessen: Dulce de Leche. Die argentinische Süßspeise schlechthin und aus meinem Speiseplan derzeit nicht wegzudenken. 

 

 
 

 

Tangokurs
Tango kann man schlecht beschreiben - man muss es gesehen und erlebt haben. Wir fanden, dass es ein Tanz für Verliebte, bzw. sich sehr nahe stehende Menschen ist. Man kommt sich sehr nahe und allein die Tanzhaltung erscheint uns sehr intim. 

Wir haben beim Besuch einer Milonga, der klassischen Tango-Tanzsäle in der Stadt Tangotänzer bewundern können. Ästhetik pur, Hingabe und zweifellos viel erotische Ausstrahlung. 

 

Der Tango hat eine recht komplexe Geschichte. Niemand kann exakt sagen, wo der Tango entstand, aber man nimmt an, dass seine Anfänge in den Bordellen und Bars der 80 er Jahre des 19. Jhdt. in Buenos Aires zu suchen sind.

Legionen europäischer Einwanderer, meist alleinstehende Männer, die ihre Heimat und die dort zurückgelassenen Frauen vermissten, tanzten in Bars und Bordellen mit Kellnerinnen und Prostituierten um die Einsamkeit in dieser Stadt zu vertreiben.

Diese Tänze voller Leidenschaft, Hingabe und Nostalgie für das zurückgelassene Leben in Europa waren der Beginn des Tangos und von der Elite der Stadt als vulgär abgetan.

Und doch wurden junge Menschen der upper class beeinflusst, die den Tango nach Paris brachten. Dort entwickelte er sich weiter und wurde in Europa und selbst in den USA populär. Als der Tanz nach Buenos Aires zurückkam, erhielt er letztendlich den Respekt, den er verdient hat. 

 

 
Das Reglement beim Tango ist klar und eindeutig: Der Mann führt! "Aber nur beim Tango", wie uns unsere Lehrerin deutlich zu verstehen gab. Hier dürfen Männer noch richtige Machos sein.

Tango ist nicht einfach zu lernen. Allein die Tanzhaltung braucht einiges an Übung, von den Schritten ganz zu schweigen. Aber nachdem wir dann begriffen haben, wie das mit Führen geht, haben die Grundschritte dann doch ganz gut geklappt.

 

 
 

 

Die letzte Woche unseres Aufenthalts in Buenos Aires stand jedoch voll im Zeichen der Planung und Organisation der weiteren 3-4 Wochen unserer Reise. Wir haben im Internet recherchiert, im Reiseführer gelesen, Preise verglichen, Flüge gebucht, Tickets gekauft, die Ausrüstung vervollständigt, .... und so sehen die nächsten Wochen aus.

Wir werden zunächst nach Norden zu den Iguazu-Wasserfällen am Dreiländereck Argentinien- Paraguay - Brasilien fliegen und dort drei Tage sowohl die argentinische als auch die brasilianische Seite des Iguazu-Nationalparks besuchen. Von dort fliegen wir dann nach Patagonien, von wo wir auch nach Chile reisen werden und wo wir sicherlich viel wandern werden. Mit dem Frachtschiff geht es dann entlang der chilenischen Küste in 4 Nächten und drei Tagen weiter nach Norden. Soweit die nächsten Wochen...