Gästebuch
Startseite
Uganda
Bilder Uganda
Ruanda
Sansibar
Bilder Sansibar
Tansanias Norden
Bilder Tansania
Botswana
Mokopane
Mocambique
Bilder Mocambique
Suedafrika
SA - Mpumalanga
Bilder Mpumalanga
SA -   Eastern Cape
Bilder Eastern Cape
SA - Western   Cape
Bilder Western Cape
SA - Kapstadt u. Halbinsel
Bilder Kapstadt und Halbinsel
Namibia
NAM - der Sueden
NAM - die Kueste
NAM - der Norden
Bilder Namibia 
SA - Kalahari
Afrika - Rueckblick
 

 

Suedamerika
Argentinien
Buenos Aires 1. Teil
Buenos Aires 2. Teil
Iguazú - NP
Patagonien
Bilder Patagonien
Chile
Patagonien
Bilder Chile-Patagonien
Chile und Argentinien Seengebiet
Argentinien Nordwesten
Ch -San Pedro de Atacama
Reiseroute Chile-Argentinien

 

 

 

Chile - San Pedro de Atacama

 

Von Purmamarca sind wir in einer achtstündigen Busfahrt wieder nach Chile eingereist - dieses mal nach San Pedro der Atacama.

Die Fahrt über die steilen Pässe, durch die Hochebenen, vorbei an tiefblauen Launen und weißen Salzseen war bereits sehr eindrücklich und eine gute Einstimmung auf das, was uns in einigen Tagen in Bolivien erwarten wird. 

San Pedro war für uns einerseits Ausgangspunkt für Touren in das Umland und zum anderen war es auch ein geeigneter Ort, um uns auf die Höhenlagen in Bolivien, vorzubereiten. San Pedro liegt auf knapp 2500 m ü. NN, die Touren, die wir geplant hatten, waren alle auf Höhen über 4000 m ü.NN. So sind wir täglich in die Hochlagen gefahren und am Abend wieder zurück nach San Pedro. Ganz nach dem Motto: Climb high, sleep low. 

Kirche in San Pedro de Atacama
 

 

Valle de la Luna
 

 

Eine sehr abwechslungsreiche Tour führte uns in das Los Flamencos National Reserve, welches aufgrund seiner geologischen Beschaffenheit und seiner kulturellen  Bedeutung für die einheimische Bevölkerung zum Schutzgebiet erklärt wurde. Das Valle de la Luna gehört zum Salar des Atacama, einer großen Salzablagerung in der Atacamawüste und  ist nach seiner mondartigen Landschaft benannt. Es bildet das nördliche Ende der Cordillera de la Sal. Diese größte Salzpfanne des Landes, gelegen auf dem "ring of fire of Southamerica" wird von unzähligen Vulkankegeln, allen voran dem fast symmetrische Kegel des Licancabur (5916m), begrenzt.

 

 

 

 

Die Beschaffenheit des Landschaftbildes im Valle de la Luna ist höchst unterschiedlich. Canyons, Dünen, erodierte Felsformationen, Konglomerate und natürlich auch Salzflächen prägen diese so unwirtliche und manchmal surreal wirkende Gegend. 

 

Die Oberflächenstrukturen der Felsen waren bemerkenswert - nach dem Motto: Kunst im Fels.

 

 

 

Wir haben den Sonnenuntergang über dem Valle de la Luna abgewartet - ein wirklich schönes Erlebnis, weil sich im Licht der schwindenden Sonne die Farben der Felsen kontinuierlich verändern. Und vor allem die Berge im Osten in wunderschönen Farben leuchten. 

 

 

 

El Tatio Geysire
 

 

Das größte Geysirfeld der Welt befindet sich auf  4300 m über dem Meeresspiegel. 64 größere und kleinere Geysire und hunderte von Öffnungen in der Erdoberfläche, aus denen Dampf  und schwefelhaltige Gase austreten - dies ist die groben Zusammenfassung dieses weltberühmten Naturschauspiels.

 

 

Morgens um 4.00 Uhr sind wir aufgestanden, um den Sonnenaufgang beim Geysirfeld zu erleben. Es war klirrend kalt, aber der aufsteigende Dampf über dem Geysirfeld in der Klarheit des Altiplanos im Licht der aufgehenden Sonne hat uns die Kälte vergessen lassen und war einfach wunderschön.

 

 

Uns haben es vor allem die Farben (bedingt durch Schwefel-, Salz und Bakterienablagerungen) und Formen der kleinen Geysire angetan. Es ist immer wieder beeindruckend, welch´ Kunstwerke die Natur hervorbringt.

 

 

Es sind nur wenige Tiere, die sich an die harten Bedingungen dieser unwirtlichen Landschaft angepasst haben. Wir waren erstaunt, immer wieder Vicunas dort anzutreffen. Vicunas sind kleiner als Alpakas und Lamas und sind nicht domestiziert. Ihre Wolle ist die teuerste der Welt und wir nur an die Haute Couture der Welt verkauft. 

Diese Tiere wurden aufgrund ihres hochwertigen Fells und ihres zarten Fleisches exzessiv bejagt und im Jahre 1970 waren sie im Norden Chiles nahezu ausgerottet. Mittlerweile stehen sie in ganz Chile unter Schutz und ihr Bestand hat sich, da sie keinerlei natürliche Feinde mehr haben, erholt. 

Der Versuch, diese Tiere zu domestizieren, scheiterte, da sie sich in Gefangenschaft nicht fortpflanzen.   

 

 

Vom Geysirfeld sind wir zu warmen Quellen weitergefahren um uns dort ein warmes Bad zu gönnen. Leider waren die Quellen nicht mehr als lauwarm und so wurde aus dem geplanten ausgiebigen Bad nur ein kurzes Vergnügen.

 

Auf der Fahrt zurück nach San Pedro de Atacama besuchten wir einen kleinen Canyon, an dessen Hängen hunderte von Kakteen wachsen. Mitten in dieser so oed erscheinenden Gegend hätte man dies so nicht erwartet.

Durch den Canyon führt ein kleiner Bachlauf mit Wasserfällen und Pools und verschafft dieser sonst so wüsten Gegend ein nahezu liebliches Aussehen.

 

 

Der Weg aus dem Canyon bescherte uns einen wunderschönen Blick auf die Gipfel der Anden und Thomas meinte, dass es die Kombination von Kakteen und schneebedeckten Bergen wohl recht selten gibt auf dieser Welt. 

 

 
Die kleinen Wanderungen auf über 4000 m ü. NN. waren recht anstrengend. Wir sind im Schneckentempo durch die Landschaft gelaufen und bei Anstiegen haben wir manchmal geschnauft wie Asthmakranke. Aber im Laufe der Tage wurde es besser....

 

 

Ausflug mit Rob und Jan
 

 

Ein ganz besonderer Tag war der Tag mit Rob und Jan aus Neuseeland. Beide arbeiten als Botaniker für den Royal National Garden in Australien. Sie wohnten in der Lodge im Zimmer neben uns und fragten uns, ob wir nicht Lust hätten, gemeinsam mit Ihnen eine Tour zu machen. Da haben wir nicht Nein gesagt - wann hat man mal die Gelegenheit mit Wissenschaftlern unterwegs zu sein.

So haben wir bei der Seniora um die Ecke Empanadas und Wasser gekauft und dann gings auch schon los. Geplant war ein Circuit bei dem wir verschiedene Lagunen besuchen wollten.

 

Wir haben immer wieder angehalten, weil die beiden Pflanzen studiert haben, aber für uns war das auch sehr interessant. Außerdem war die Landschaft so außergewöhnlich: symmetrische Vulkankegel, eine karge Vegetation, die Weite und Klarheit - das war schon ganz besonders. Thomas war vor allem von den Farben der  der Landschaft begeistert. 

Und dachten wir immer, dass der Himmel nirgends blauer ist als in Namibia, müssen uns uns nun verbessern: Der Himmel über der Atacamawüste ist ebenso blau.

 

 

 

 

Eigentlich wollten wir ja eine Runde fahren und auf der Straßenkarte war lediglich eine Straße eingezeichnet, aber immer wieder gab es Abzweigungen und wir wussten dann nicht, wohin. irgendwann landeten wir in einer Sackgasse, in einem engen Tal, wo es nicht mehr weiterging. 

 

 

 

Wieder eine Kreuzung und keiner wusste, wo´s lang geht...

GPS-Daten: 23 29 20 -8 S; 67 44 34-3 W, 4315 m ü. NN.

 

Dort auf ca. 4000 m ü. NN haben wir unsere ersten Lamaherde gesehen. Diese sind im Gegensatz zu den Vicunas domestizierte Tiere und liefern sowohl Wolle als auch Fleisch.

 

 

 

Irgendwann kam uns ein Auto entgegen und der Fahrer meinte, wir wären jetzt auf der richtigen Straße, aber diese sei sehr schlecht. So sind wir ca. 2 Std. durch die karge Landschaft gefahren, immer wieder an irgendwelchen Abzweigungen gestanden, haben eine Kollektiventscheidung getroffen und dann sahen wir die Laguna Leija vor uns liegen. Wunderschön umrahmt von Vulkanen, die Lagune in zartes Grün und Gelb getaucht.
 

 

 

Der Blick auf die Karte sahen wir, dass wir erst 1/3 der ursprünglich geplanten Strecke zurückgelegt hatten und dabei war schon 17.00 Uhr. So beschlossen wir, den gleichen Weg zurück zu fahren.

Auf dem Weg zurück sahen wir dann einen Suri, ein sehr seltener Laufvogel und die Kakteen mit den roten Stacheln leuchteten im Gegenlicht der Sonne besonders schön.

Dear Jan and Rob, it was a wonderful day we spent together. Thank you so much and hope to see you again - in New Zealand, Australia or Germany.