Gästebuch
Startseite
Uganda
Bilder Uganda
Ruanda
Sansibar
Bilder Sansibar
Tansanias Norden
Bilder Tansania
Botswana
Mokopane
Mocambique
Bilder Mocambique
Suedafrika
SA - Mpumalanga
Bilder Mpumalanga
SA -   Eastern Cape
Bilder Eastern Cape
SA - Western   Cape
Bilder Western Cape
SA - Kapstadt u. Halbinsel
Bilder Kapstadt und Halbinsel
Namibia
NAM - der Sueden
NAM - die Kueste
NAM - der Norden
Bilder Namibia 
SA - Kalahari
Afrika - Rueckblick
 

 

Suedamerika
Argentinien
Buenos Aires 1. Teil
Buenos Aires 2. Teil
Iguazú - NP
Patagonien
Bilder Patagonien
Chile
Patagonien
Bilder Chile-Patagonien
Chile und Argentinien Seengebiet
Argentinien Nordwesten
Ch -San Pedro de Atacama
Reiseroute Chile-Argentinien
Bolivien Suedwesten
Bilder Altiplano
Potosi u. Sucre
La Paz
 

 

 

La Paz
 

 

Um einer 12-stündigen Busfahrt für 12 € zu entgehen, haben wir uns den Luxus eines Fluges für € 55 gegönnt. So sind wir von Sucre in 1 Std. zum höchstgelegenen Flughafen und zugleich zum dem höchsten Regierungssitz der Welt geflogen. 
 

 

Haus an Haus - und kein Ende sichtbar

 

La Paz ist eine Stadt, deren Ausmaße man sich kaum vorstellen kann.  Diese Stadt scheint grenzenlos, laut, voll, eng, lebendig, modern, marode, fortschrittlich und sehr traditionell - eine Stadt die alle Sinne berührt und bei uns nicht die allerbesten Erinnerungen weckt. Wir haben Reisende getroffen, die von La Paz begeistert waren - aber Eindrücke sind ja bekanntlich immer sehr subjektiv. 

 

La Paz wurde von den Spaniern in einem Talgrund gegründet. Im Laufe der Jahrhunderte ist die Stadt die Hänge emporgewachsen und breitet sich weiter auf der über 4000 m hohen Hochfläche aus. Die tiefsten Stadtteile liegen auf ca. 3000 m ü. d. Meeresspiegel. Hier im etwas gemäßigteren Klima leben die Reichen, während die arme Bevölkerung  in Alto, auf der Hochfläche lebt,  wo das Klima rau und kalt ist. La Paz ist Lateinamerikas schnellstwachsende Stadt.

 

 

 

Der Verkehr in La Paz  ist gnadenlos und die Luft in der Stadt unvorstellbar. 

Besonders in den engen Gassen, durch die sich uralte Busse, ebensolche Autos und Mopeds drängen und schwarze Rußwolken ausstoßen, gibt es kaum Luft zum Atmen.

Eigentlich wollten wir noch einige Museen anschauen und noch ein wenig einkaufen - aber nach 3 Tagen sind wir kurzentschlossen abgereist. Wir sehnten uns nach Weite, nach dem Gefühl, tief durchatmen zu können und nach Ruhe.

 

Um uns einen ersten Überblick zu verschaffen und uns grob zu orientieren, haben wir, wie in so vielen Städten, die wir besucht haben, den Hop on - hop off - Bus genutzt. Hier erhält man in kurzer Zeit viele Informationen und bekommt einen guten Überblick über die Dinge, die sich lohnen, genauer angeschaut zu werden.

 

Auch wenn ich kein Fan dieser Stadt bin, so hat die Mischung zwischen Tradition und Moderne doch etwas für sich. Am Morgen drängen sich Herren im Businessanzug neben traditionell gekleideten Frauen mit zig-Schichten von Röcken und Bowlerhats durch die Strassen. 
Moderne Bankgebäude neben alten Kolonialbauten, Hightech neben vorsintflutlich anmutenden Stromleitungen.  

 

Nicht meckern, wenn der Strom ausfällt - dankbar sein, dass es überhaupt Strom gibt. 

 

 

Ist man in La Paz, so gewinnt man den Eindruck, dass diese Stadt vom Handel und von Dienstleistungen lebt. Überall gibt es Läden, Straßenstände, kleine Märkte, Kioske, Friseure, Kneipen, Restaurants, ....
 

 

Schreiberin vor dem Gericht

 

Und während wir in La Paz waren, fand der alljährliche Dia del Mar statt. Hier wird der Tag bedacht, an dem Bolivien im Krieg gegen die Chilenen seinen Zugang zum Pazifik verloren hat. Dieser Stachel sitzt offensichtlich tief im kollektiven Bewusstsein des Landes. Wie oft haben wir von diesem Ereignis gehört, bzw. wurden in irgendeiner Form damit konfrontiert.

Auf der Plaza hinter unserem Hostal fand die große Militärparade statt, Evo Morales, der Präsident des Landes war zugegen, Ehrengarde, Kranzniederlegungen, Sicherheitsvorkehrungen,.....und das Verkehrschaos in der Stadt wurden noch schlimmer.

 

Streetlife

Nein, ich habe die Kollegen der Caritas in Bolivien nicht besucht - ich habe schließlich noch Urlaub

 

Während wir in La Paz waren, haben wir das alte und das neue La Paz gesehen, wir sind durch die Stadt spaziert, haben uns Kirchen, koloniale Gebäude, Märkte, steile Gässchen, repräsentative Plazas angeschaut und die Stadt auf uns wirken lassen. Trotz schöner Ecken, gemütlicher Cafés und einer ausgesprochenen Vitalität hat uns diese Stadt nicht in ihren Bann ziehen können. 

 

Tiahuanaco

 

Während unseres Aufenthaltes in La Paz haben wir uns die bedeutendste archäologische Stätte in Bolivien, ca. 70 km von La Paz entfernt, angeschaut. 

Tiahuanaco, eine Ruinenstätte einer Prä-Inka-Kultur auf der kargen Hochebene des Altiplanos und ein religiöses und administratives Zentrum der damaligen Zeit.  

Bis heute kann man weder das Alter der Ruinen exakt (ca. 100 v. Chr. - 1000 n. Chr.) bestimmen noch kann man genau sagen, weshalb die Anlage errichtet wurde. Man vermutet jedoch, dass sie, aufgrund der nach genauen astronomische Gesichtspunkten ausgerichteten Lage, vorwiegend religiösen Zwecken diente. 

 

Viel ist nicht mehr übrig von der gesamten Anlage. Die Spanier haben die Stätte geplündert und die Steine für den Bau von Häusern und Kirchen verwendet. Und dennoch gewinnt man einen Eindruck von der einstmals riesigen und auch heute noch sehr beeindruckenden Anlage. 

 

Thomas zog sich einen Infekt zu und fühlte sich bereits den ganzen Tag nicht wohl. Und am Abend nach unserem Ausflug nach Tiahuanaco sagte er: "Ellen, ich muss aus dieser Stadt raus!" - So bin ich los, habe Bustickets gekauft, Geld für die Weiterreise geholt und wir sind am nächsten Morgen zum Titicacasee gefahren.

 

 

 

Und da unsere Reisefreunde Michael, Tanya (die das Bild gemacht hat und deshalb nicht drauf zu sehen ist) und Sepp die gleiche Route hatten wir wir, haben wir uns natürlich auch in La Paz allabendlich zum Essen getroffen.

Hier im franz. Restaurant La Comedy - schönes Ambiente und leckeres Essen.

 

Liebe Frau Waldvogel*, da wir erfahren haben, dass Sie zu den treuesten Leserinnen unserer Homepage gehören, möchten wir Sie an dieser Stelle herzlichst grüßen und hoffen, Sie irgendwann mal persönlich kennen zu lernen.
 

* Frau Waldvogel ist die Mutter von Tanya