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Machu Picchu

 

 

 

 

Machu Picchu
 

 

Machu Picchu, die alte Inka-Stadt ist ein nationales Monument und das touristische Highlight des Landes. Mit seiner spektakulären Lage ist Machu Picchu die bekannteste archäologische Stätte des Kontinents. 

Machu Picchu wurde von den spanischen Kolonialherren nie entdeckt. Erst zu Beginn des 20.ten Jahrhunderts fand der amerikanischen Historiker Hiram Binghan auf der Suche nach einer anderen Inka-Stätte das dick überwucherte Machu Picchu. 

Das Klima in der Gegend um Machu Picchu ist so ganz anders, wie wir es bislang von Peru gewohnt waren. Sehr feucht und gemäßigt - aber dennoch nicht warm. 

 

Nach den verheerenden Regenfällen zu Beginn des Jahres war ein Teil der Bahnlinie nach Aquas Calientes, am Fuße von Machu Picchu, weggeschwemmt worden, der Inka-Pfad war zerstört und Machu Picchu war für drei Monate total gesperrt. Dies hat zu Ausfällen in Höhe von 60 Mio. US $ geführt und damit zu einem großen wirtschaftlichen Verlust für die Tourismusindustrie des Landes. 

Viel schlimmer ist jedoch der Verlust des Landes für viele Menschen im Urubambatal. Das Land steht teilweise heute noch unter Wasser und es wird befürchtet, dass bis zu fünf Jahren nichts angebaut werden kann. In Lima haben wir später erfahren, dass viele Menschen aus der Gegend um Cusco nach den schweren Regenfällen nach Lima abgewandert sind, weil ihre Lebensgrundlage für lange Zeit zerstört wurde. Jedoch ist es unrealistisch, in Lima einen Job zu finden und so wachsen die Slums von Lima weiter. 

 

Von Reisenden, die wir unterwegs getroffen haben, haben wir gehört, dass es kaum möglich sei, ein Ticket für den Zug zu bekommen, weil bis Juni alles ausgebucht sei. So waren wir innerlich darauf eingestellt, einen alternativen Weg zum Inka-Trail zu nehmen und eine 4-tägige Wanderung zu machen. Ich geb´s ehrlich zu - sonderlich motiviert war ich nicht. Aber es war dann kein größeres Problem, ein Ticket zu bekommen und so blieb uns eine mehrtägige Wanderung bei schlechtem Wetter erspart.

Alles grau in grau.....

 

Wir haben uns zwei Tage Zeit genommen für Machu Picchu. Am ersten Tag sind wir mit Bus und Zug nach Aquas Calientes gefahren und haben uns dort das schöne Museum mit multimedialen Displays zur Entdeckung und Erforschung Machu Picchus angeschaut. Anschließend noch den dazugehörigen botanischen Garten, bevor wir aus dem Regen in eine Kneipe geflüchtet sind. 

 

Der nächste Tag begann um 4. 30 Uhr am Morgen, da wir den ersten Bus nach Machu Picchu erwischen wollten. Die eigentlich Planung, hochzulaufen und dort den über Machu Picchu den Sonnenaufgang zu betrachten,  fiel buchstäblich ins Wasser - es regnete ununterbrochen. 

Oben angekommen stellten wir uns unter und warteten. Wir warteten sage und schreibe mehr als zwei Stunden, weil der Regen unverändert stark und alles in dicke Wolken gehüllt war.

Nach knapp 2 1/2 Stunden, nun nieselte es nur noch,  haben wir beschlossen, durch das Tor zu gehen - kaum waren wir drin, hörte der Regen ganz auf. Aber die Sicht war gleich null.

Strasse von Aquas Calientes nach Machu Picchu

 

Sicht 0,0 Langsam wurd´s klarer.... ...und es wurde immer besser...

 

....bis wir nach einiger Zeit die Postkartenansicht auf die Inkastätte hatten. 

Immer mehr Wolken und Neben zogen vom Urubambatal die steilen Berge hoch und der Blick auf die Anlage und die Berglandschaft war einmalig und mystisch. Wir sind lange dort stehen geblieben und haben die Szenerie beobachtet und wenn ich zurückblicke, dann war dies für mich das Highlight während unseres Besuchs in der alten Inkastadt. 

 

Damit will ich nun keinesfalls sagen, dass Machu Picchu nicht einmalig ist - es ist zweifellos eine grandiose Anlage in ebensolcher Lage. 

Noch heute spekulieren die Archäologen und Wissenschaftler darüber, was die Funktion von Machu Picchu einstmals war. War es eine Begräbnisstätte (man hat viele Gräber gefunden) oder der Versuch der Inkas, ihre Kultur vor den Spaniern zu schützen? Eine weiterer,  jüngere These besagt, dass es sich um ein Rückzugsort für die Könige der Inkas handelt. Egal was es war - es muss eine sehr vitale Stadt von großer Bedeutung gewesen sein. 

Große Bereiche, in denen auf steilsten Terrassen Landwirtschaft betrieben wurde, ein administrativer Bereich, Wohnbereiche für das Volk und solche für die royalen Mitglieder der Gesellschaft, sowie ein Bereich, der religiösen Inhalten vorbehalten war. Die Stadt ist wohl durchdacht und die Baukunst in dieser Lage wirklich erstaunlich.

 

Terrassebau für die Landwirtschaft....

... in teilweise steilster Lage

 

 

Nachdem wir einige Zeit durch diese ehemalige Stadt gelaufen sind haben wir beschlossen, den Wayna Picchu zu besteigen.

Oben auf dem Gipfel des Berges finden sich ebenfalls steile Terrassen und einige Gebäude, die zur Anlage von Machu Picchu gehören. 

Wie man in einer solch steilen Lage, unter den damaligen Bedingungen bauen kann, das wird mir ein Rätsel bleiben. 

Der Aufstieg geht entlang eines alten Inka-Pfades entlang der Steilwand nach oben. Der Pfad ist steil und war nach dem starken Regen auch sehr rutschig. Und Thomas ist trotz Höhenangst bis fast zum Gipfel mit aufgestiegen. Alle Achtung. 

 

...auf dem Wayna Picchu über Machu Picchu ...auf dem Gipfel, hoch über Machu Picchu

 

Abstieg.....super steil

 

Nach über sechs Stunden in der Anlage hatten wir genug und sind, anstatt mit dem Bus zu fahren,  zurückgewandert. Die Vegetation hat uns oft an die der tropischen Regenwälder Asiens erinnert.  

Flora bei Machu Picchu

 

Am nächsten Morgen sind wir wieder zurück nach Cusco. Unterwegs haben wir aber immer wieder Halt gemacht, u.a. um einen schönen Markt zu besuchen.

 

Marktszenen