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Mokopane (16.10. - 20.10.09)
 

 

Mokopane, ein Ort im Norden Südafrikas, besticht weder durch irgendwelche Sehenswürdigkeiten noch ist er landschaftlich besonders reizvoll. Und doch haben wir, gezwungenermaßen, dort 5 Tage verbracht. Und weil es eine besondere Zeit war, in der uns soviel Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft entgegengebracht wurde, dass es uns teilweise beschämte, möchten wir diesem Ort einen gesonderten Abschnitt auf unserer Homepage widmen.
Wie gesagt, man teilte uns mit, dass die Werkstatt schon zu sei, wir das Fahrzeug aber im Hof abstellen könnten.....(s. u. Botswana). Glücklicherweise war dann doch noch ein Mitarbeiter der Toyota-Werkstatt zugegen... und so lernten wir Rickard, eine Seele von Mensch, kennen. Er war uns in den folgenden Tagen sowas von hilfreich, dass wir ihm von Herzen dankbar sind. Er hat sich der Sache angenommen, hat einen Mechaniker angerufen und ihn gebeten, am Samstagmorgen das Auto durchzuchecken und er und seine Frau chauffierten uns dann noch zum Guesthouse, das etwas außerhalb lag. Eigentlich wollten wir ja ein Taxi nehmen - aber "nein, das komme nicht in Frage, dies sei viel zu gefährlich." Er gab uns sogleich seine Handynummer verbunden mit dem Hinweis, wann immer wir irgendwo hin wollten - wir sollten einfach anrufen, er wird uns fahren. 
So sind wir dann spätabends im Anlou-Guesthouse (www.anlouguesthouse.co.za) angekommen, ziemlich erledigt und hungrig. Die Besitzer des Guesthouses waren nicht in der Stadt und die nette Nachbarin ließ uns rein. Sie gab uns die Telefonnummer eines Pizza-Bringservices, wo ich sogleich anrief und zwei Pizzen bestellte. Der eh´ schon vermurkste Tag endete damit, dass für mich die falsche Pizza geliefert wurde - eine dick belegt mit Hackfleisch, Würstchen, Speck und Schinken. Da konnte ich als Vegetarierin dann nur noch müde lachen.
In den nächsten Tagen lernten wir dann die anderen guten Seelen des Guesthouses und der Werkstatt kennen. Ansie, die Besitzerin des Guesthouses und ihr Mann Jan, die sich rührend kümmerten, uns immer wieder chauffierten, Tipps gegeben haben,....Martie, die uns am Sonntagmorgen ein superleckeres südafrikanisches Frühstück bereitet hat (Eier mit Schinken, Speck, Würstchen und Bohnen - sehr deftig, aber Thomas fand das super) und uns zudem noch ihr Auto anbot, da wir ja keines hatten, Christine, die immer dafür sorgte, dass im Guesthouse alles top in Schuss, Farnie, der Mechaniker der Toyota-Werkstatt und natürlich Rickard .....Sie alle haben dazu  beigetragen, dass wir die Auszeit in Mokopane immer in ganz besonderer Erinnerung behalten werden.
Im Rückblick gibt es kaum einen besseren Ort für eine erzwungene Reisepause. Das Anlou Guesthouse ist ein Hort der Gastfreundlichkeit und Gemütlichkeit, der seinesgleichen sucht. Jedes Zimmer ist individuell und geschmackvoll eingerichtet, eine voll ausgestattete Küche, Waschküche, großzügiger Garten, Terrasse und Pool vervollständigen das Ganze ....und all dies liegt in den Händen von warmherzigen, aufmerksamen Menschen. 
Für mich war das wie eine Idylle nach der stressigen Zeit in Botswana und all dem Stress mit dem Auto ("Man weiss nie, für was es gut ist.") Zeitweise waren wir die einzigsten Gäste und so fühlten wir uns wie zu Hause - tausende Kilometer entfernt von zu Hause.

Wir haben die Zeit kreativ genutzt - haben unsere Wäsche gewaschen, die Botswana-Seite der Homepage fertiggemacht, mit Freunden telefoniert, für die Weiterreise nach Mocambique eingekauft, gelesen, e-Mails geschrieben, Beiträge im Gästebuch beantwortet,...langweilig wurde uns nie.

...beim abendlichen Plausch mit Ansie und Jan

Nach einer ersten Inspektion des Autos stand fest: der Schaden an unserem Auto ist  beträchtlich und die Reparatur wird richtig teuer wird (ca. 2500 - 3000 €). Dies war uns aber egal, weil die Autovermietung das Ganze zahlen musste. Ausgehend von einem Materialfehler an den Radlagern sind verschiedene Folgeschäden aufgetreten, u.a. das Versagen der Bremsen. Es wurden einige neue Teile benötigt, die in Johannesburg bestellt werden mussten, was die ganze Sache natürlich verzögerte.
Am Dienstag Nachmittag war dann alles repariert und wir sind, ausgestattet mit einer Flasche Wein für Rickard und einem 6-Pack Bier für Farnie in die Werkstatt, um das Fahrzeug abzuholen. Und weil der Service der Toyota-Werkstatt in Mokopane wirklich first-class war, haben wir natürlich nicht vergessen, persönlich beim Chef vorbei zu gehen und ein dickes Lob auf seine Mitarbeiter anzubringen.