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Pomene Bay, Mocambique 21.10. - 01.11.2009
Der Abschied von Mokopane fiel mir dann wirklich ein wenig schwer. Ich habe mich dort so wohlgefühlt und habe die Zeit und vor allem die netten Menschen um uns herum sehr genossen. Aber wir waren in Mocambique mit unseren Freunden Thomas und Angela verabredet, die dort bereits seit Tagen auf uns warteten.
So sind wir in zwei Tagesfahrten vom Norden Südafrikas nach Mocambique gefahren. Es waren insgesamt "nur" ca. 1250 km und auf dt. Straßen macht man dies auch mal an einem Tag - aber hier sind 600 km Tagesstrecke absolute Obergrenze und heißt ca. 10-12 Std. Fahrt.

Aber es hat alles ganz gut geklappt, lediglich die Fahrt durch die Hauptstadt Maputo war heftig und ein Teil der Nationalstraße ist so schlecht, dass man eigentlich von Schlagloch zu Schlagloch holpert und nur hofft, dass man ohne platten Reifen durchkommt. 

Auf den letzten 40 km vor Pomene Bay war dann wieder Allradfahren angesagt. Unglaublich weicher Sand - wir mussten den Reifendruck auf 0,8 bar reduzieren, damit wir überhaupt den Campingplatz erreichen konnten. 

Aber das Allerwichtigste: Das Auto lief ohne Probleme.

Pomene Bay

Gelegen an der Ostküste des Landes ist Pomene Bay nicht mehr als eine sandige Landzunge, die im Westen gut geschützt durch einen Mangrovengürtel im Windschatten liegt, während im Osten (Campingplatz) der Wind stetig und mitunter heftig weht. 

Dennoch, unser Campingplatz war first class - direkt am breiten, kilometerlangem Sandstrand. Und da gerade keine Saison war, waren wir die einzigsten auf einem riesigen Gelände.

Thomas und Angela wohnten in den noblen Wasserbungalows auf der anderen Seite der Landzunge. 

World-class-location am Indischen Ozean

Wiedersehen
Nachdem wir nun schon seit drei Monaten unterwegs sind haben wir uns sehr gefreut, mal wieder vertraute Menschen zu sehen. Es war einfach schön, an einer gemeinsamen Geschichte anknüpfen zu können und für Thomas und mich war es auch gut, mal etwas Gesellschaft zu haben und somit nicht immer nur auf uns konzentriert zu sein. Das ist manchmal ganz schön anstrengend. 

Walhaie
Der eigentliche Grund, weshalb wir Pomene Bay in unseren Reiseplan aufgenommen haben, waren die Walhaie, die dort im Indischen Ozean leben. Walhaie zählen zu den größten Fischen und können bis zu 14 m lang werden. Sie sehen zwar imposant aus, sind dabei aber völlig harmlos - sie fressen lediglich Plankton. 

Walhai, 7-8 m lang

Aufgrund der aufgewühlten See war es denn auch schwierig, Walhaie zu sichten. Aber nach einigen erfolglosen Walhaisafaris hat es endlich geklappt. Und Thomas gelang ein Bild, das wirklich super ist - ein Walhai direkt von vorne.

Leider ist mir dieses Erlebnis versagt geblieben. Ich hatte mir mit irgendwas den Magen verdorben, lag auf der Matte im Zelt, neben mir die Spülschüssel (für alle Fälle) und mir war so unglaublich schlecht.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei unserem Freund Thomas bedanken, der sich im Laufe der letzten Jahre zum professionellen Unterwasserfotografen entwickelt hat und alle Unterwasserbilder und auch einige der anderen Bilder auf dieser Seite gemacht und zur Verfügung gestellt hat. 

 

 

Thomas mit seiner gigantischen Unterwasserkamera

Tauchen
Tauchen in Mozambique hat nur wenig gemeinsam mit den meist entspannten Tauchgängen in Asien, wie z.B. in Indonesien, Malaysia oder Thailand. Das fängt schon mit der Anfahrt zu den Tauchplätzen an. 
Die Tauchplätze werden mit Zodiaks angefahren - Schlauchboote mit festem Boden. Die ganz Sache ist ziemlich laut und vor allem ungemütlich. Man sitzt auf den Schläuchen, hält sich an Seilen fest und fährt damit über die meist sehr raue See. Meterhohe Wellen machten die Fahrten auf den Zodiacs nicht nur für den Magen zur Herausforderung -  auch für den Rücken ist eine Fahrt mit dem Zodiac reiner Stress.

Darüber hinaus sind die meisten Tauchplätze recht tief (+/- 30 m) und damit verbunden sind kurze Tauchzeiten. Auch die Bedingungen unter Wasser waren alles andere als gut. Schlechte Sicht, mitunter starke Strömungen und zunehmend geringere Wassertemperaturen machten das Tauchen nicht unbedingt zum Vergnügen und so haben wir viel weniger Tauchgänge gemacht, als wir geplant hatten. Am schönsten, weil entspanntesten, fand ich das Tauchen in der Lagune. Man glaubt es nicht, aber in diesen flachen Gewässern in Ufernähe gibt es unglaublich viel zu sehen.  

Nach den Tauchgängen in Mocambique habe ich für mich entschieden, dass ich auf den geplanten Tauchtrip zu den äußeren Inseln der Galapagosgruppe verzichten werde. Die Bedingungen dort sind ähnlich - kühles Wasser, starke Strömungen, tiefe Tauchplätze. Ich glaube nicht, dass ich daran viel Freude hätte.  
Des Südafrikaners liebstes Hobby...

... ist Angeln. Und da wir immer mit Südafrikanern beim Tauchen waren, waren in der Regel auch Angelruten mit an Bord, so dass während der Oberflächenzeiten geangelt werden konnte. Und so blieb es natürlich nicht aus, dass wir mitunter selbst für unser Abendessen sorgten. 

Man macht auf einer solchen Reise immer wieder Dinge, auf die man zu Hause im Traum nicht kommen würde....u.a. Angeln.

 

Quad - Tour

Wenn mir jemand gesagt hätte, ich hätte Spaß am Quad fahren, ich hätte es nicht geglaubt. Aber da das Tauchen nicht der Knüller war haben wir halt andere Dinge unternommen - unter anderem eine Quad-Tour. Und das hat so unglaublich Spaß gemacht. Es gibt wohl kaum ein besseres Fahrzeug auf dem weichen Sand wie ein Quad. 

 
Unter anderem sind wir mit den Quads zum "alten Hotel" gefahren. In einer atemberaubenden Lage haben die ehemaligen portugiesischen Kolonialherren ein Hotel errichtet, welches nach Beendigung der Kolonialzeit verlassen wurde und während des folgenden Bürgerkriegs geplündert und teilweise zerstört wurde. Und obwohl es heute nur noch eine Ruine ist - der Glanz vergangener Tage ist immer noch spürbar. Allein der Blick vom ehemaligen Restaurant auf die Küste ist kaum zu toppen. Mittlerweile ist die Ruine für 5 Millionen Dollar verkauft worden und es ist zu erwarten, dass in einigen Jahren dort ein 5-Sterne Hotel steht. 

Die Küste beim alten Hotel ist bizarr und ein Zeugnis der Energie von Wind und Wasser. Der Wind kommt nahezu ungebremst über den Indischen Ozean, die Wellen rollen mit einer unglaublichen Kraft gegen die teilweise steile, felsige Küste. 

Zerklüftete, scharfkantige Felsen, Höhlen, Felsenfenster, Blowholes durch die das Wasser in meterhohen  Fontänen herausgepresst wird.....wir waren total begeistert. 

Gesundheitliches
Nachdem wir bislang von allen gesundheitlichen Beeinträchtigungen verschont geblieben sind, haben wir uns mit irgendwas den Magen verdorben und lagen, zum Glück nacheinander, für 2-3 Tage flach. Glücklicherweise war das jeweils nur ein kurzes Intermezzo und mittlerweile sind wir wieder fit. 
Und darüber hinaus.....
  • ... wurden wir auf der Fahrt nach Pomene Bay auf der Nationalstraße, just an einem Streckenabschnitt, der so schlecht war, dass man nicht schneller als 40km/h fahren konnte, von der Polizei angehalten. Als wir fragten, was es gibt, meinte der Polizist, wir seien zu schnell gefahren. Wir fragten ernsthaft, ob dies ein Witz sei und wie er das wisse. Er meint, er habe das gesehen. Das war jedoch lächerlich und wir haben solange auf ihn eingeschwätzt, bis er meinte: "OK friends - go ahead!". Der dachte bestimmt, dass er mal schnell ein paar Dollars machen kann. In  Mocambique, wie in anderen Staaten auch, bleibt es mitunter nicht aus, dass man mal ein paar Scheine über den Tresen schiebt bzw. diese jemandem in die Hände drückt, um eine Angelegenheit zu beschleunigen bzw. diese überhaupt erst in die Gänge zu bringen oder zu beenden.
  • ... hat uns Natalie, die nette Chefin der Pomene Lodge angeboten, die letzten zwei Nächte zum Campingpreis in einem der luxuriösen Wasserbungalows zu wohnen. Ein solches Angebot schlägt man nicht aus und so haben wir die letzten Tage in Pomene in ungewohnt komfortablem Ambiente verbracht - das war richtig schön.
  • ... ist Mocambique ein Hauptanbaugebiet von Cashewnüssen. Diese werden frisch geröstet entlang der Strassen angeboten und auch wir haben auf der Rückreise nach Südafrika 2 Kilo Cashewnüsse gekauft, die sehr lecker, sehr gesund sind mittlerweile schon sehr reduziert sind.